Vom 21. bis 23. August 2026 findet in der Jugendherberge Halle (Saale) das Vernetzungstreffen JUGEND.MACHT.WANDEL. statt. Eingeladen sind junge Menschen im Alter von 14 bis 26 Jahren aus dem sächsischen und sachsen-anhaltischen Teil des Mitteldeutschen Reviers. Im Vordergrund des Wochenendes stehen Austausch, Beteiligung und die gemeinsame Auseinandersetzung mit den Chancen und Herausforderungen des Strukturwandels.

Das Treffen bietet Raum, um miteinander ins Gespräch zu kommen, neue Perspektiven kennenzulernen und sich mit jungen Engagierten aus der Region zu vernetzen. Die Teilnehmenden erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Workshops, kreativen Beteiligungsformaten sowie Einblicken in Projekte und Initiativen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt. Darüber hinaus bleibt viel Zeit für Begegnung, gemeinsame Aktivitäten und den informellen Austausch. Das Programm für das Wochenende wurde mit dem Kinder- und Jugendrat sowie dem Stadtschüler:innenrat der Stadt Halle entwickelt. Dadurch ist ein vielfältiges Programm entstanden, das die Interessen und Perspektiven junger Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Das Vernetzungstreffen wird von der Servicestelle Jugend und Strukturwandel des KinderStärken e.V., dem Bündnis StrukturWandeln sowie der Akademie der Kinder- und Jugendparlamente Sachsen-Anhalt gemeinsam durchgeführt. Die Teilnahme an JUGEND.MACHT.WANDEL. ist kostenfrei. Unterkunft, Verpflegung sowie die Erstattung der Fahrtkosten sind inbegriffen.

Weitere Informationen zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier: https://eveeno.com/jugend_macht_wandel.

Gemeinsam mit Hedy Keller vom Bündnis StrukturWandeln war die Servicestelle Jugend und Strukturwandel gestern zu Gast beim Landkiez e. V. in Thondorf. In dem besonderen und liebevoll gestalteten Ambiente setzten sich 24 Schülerinnen und Schüler des Geokurses der 11. Klasse des Wilhelm und Alexander von Humboldt Gymnasiums Hettstedt intensiv mit den Herausforderungen und Chancen des Strukturwandels auseinander.

Im Rahmen des Planspiels „Torfitz“ schlüpften die Jugendlichen in die Rollen verschiedener Akteurinnen und Akteure einer fiktiven Kommune. Dabei entwickelten sie Zukunftsvisionen für ihre Gemeinde, diskutierten unterschiedliche Interessen und erarbeiteten gemeinsam Lösungsansätze für aktuelle und zukünftige Herausforderungen.

Beim anschließenden Sommerfest der fiktiven Kommunen standen Austausch und Vernetzung im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und ihre Ideen weiterzuentwickeln. Für die abschließende Zukunftskonferenz bereiteten die Gruppen ihre Projekte vor und präsentierten diese vor allen Teilnehmenden. Das Gewinnerprojekt wurde anschließend demokratisch gewählt.

Der Tag war geprägt von kreativen Ideen, spannenden Diskussionen und einem beeindruckenden Engagement der Schülerinnen und Schüler. Er zeigte einmal mehr, wie wichtig die Perspektiven junger Menschen für die Gestaltung des Strukturwandels sind.

Ein herzliches Dankeschön gilt der Familie Held vom Landkiez e. V. für die Gastfreundschaft und den wunderschönen Veranstaltungsort. Ebenso danken wir Isabel Müller vom Zentrum für Sozialforschung für ihre Unterstützung und Begleitung des Planspiels sowie Herrn Röthel für die Begleitung des Geokurses und die Ermöglichung solcher besonderen Lern- und Beteiligungsformate.

Vor allem bedanken wir uns bei den Schülerinnen und Schülern für ihre Offenheit, ihre kreativen Ideen und den wertvollen Austausch. Gemeinsam Zukunft zu gestalten, macht Mut und zeigt: Strukturwandel lebt vom Mitmachen.

Wie kann Jugendpolitik in Kommunen nachhaltig verankert werden? Welche Entwicklungen haben die letzten 15 Jahre geprägt und welche Weichen müssen wir heute stellen, damit junge Menschen auch künftig wirksam beteiligt werden?

Diesen Fragen widmet sich der Fachtag „15 Jahre Eigenständige Jugendpolitik in Sachsen-Anhalt“ am 05. November 2026 in der Europäischen Bildungsstätte „Villa Böckelmann“ in Magdeburg, organisiert vom Landeszentrum Jugend + Kommune und dem Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V.

Die Anmeldung, sowie das Programm finden Sie hier: https://eveeno.com/15jahre-ejinlsa

Gerade für Fachkräfte aus Kommunalverwaltung, Jugendhilfeplanung, Kinder- und Jugendbeteiligung sowie kommunale Entscheidungsträger:innen bietet der Fachtag einen besonderen Mehrwert:

  • Aktuelle Einblicke in die Entwicklung der Eigenständigen Jugendpolitik in Sachsen-Anhalt
  • Praxisbeispiele aus Kommunen, die Jugendbeteiligung erfolgreich strukturell verankert haben
  • Austausch mit Fachkräften aus Verwaltung, Politik und Praxis zu aktuellen Herausforderungen und Lösungsansätzen
  • Impulse für die eigene Kommune, um Jugendpolitik als Querschnittsaufgabe nachhaltig weiterzuentwickeln
  • Mitgestaltung zukünftiger jugendpolitischer Perspektiven für die kommende Legislaturperiode

Neben fachlichen Inputs bietet der Fachtag viel Raum für Vernetzung, kollegialen Austausch und die gemeinsame Entwicklung von Visionen für eine jugendgerechte Zukunft in Sachsen-Anhalt.

09:00 Uhr   Ankunft & Anmeldung

09:30 Uhr   Start und Begrüßung

09:40 Uhr  Grußworte Holger Paech (MS) und Philipp Schweizer (AGJ)

10:00 Uhr   Keynotes (Rückblick): KJR LSA und LZ Jugend + Kommune

10:50 Uhr   Pause

11:15 Uhr    Podiumsgespräch: Thema: „Eigenständige Jugendpolitik 2026: Wo stehen wir im Vergleich– und was können wir von anderen lernen?“

Blick über die Landesgrenze auf aktuelle Herausforderungen; Austausch zwischen Landes- und kommunaler Ebene

12:15 Uhr    Mittagspause (Meet & Eat)

13:15 Uhr    Panel (Ausblick)*

14:45 Uhr    Kaffeepause

15:00 Uhr    Zusammenführung der Ergebnisse & Ausblick: Was ist unsere Vision für 2031?

15:45 Uhr    Verabschiedung und Ausblick

 

Panel 1: Jugendpolitische Steuerungselemente auf Landesebene - Wie weiter mit dem Jugendpolitischen Programm?

Beschreibung: Das Jugendpolitische Programm wurde 2021 als eines der zentralen jugendpolitischen Steuerungselemente des Landes Sachsen-Anhalt beschlossen. Vorangegangen war eine langjähriges, ressortübergreifender Prozess, der erstmalig jugendpolitische Maßnahmen bündelte und diese mit einem Ansatz verband, der Jugendbeteiligung auf Landesebene ermöglichte. Nach fünf Jahren Praxis schauen wir zurück auf Herausforderungen und Erfolge und entwickeln gemeinsam daraus Perspektiven für die nächsten fünf Jahre.

Durchgeführt von tba

Panel 2: Jugendpolitik als Querschnittsaufgabe und die Beteiligung junger Menschen auf Landesebene

Beschreibung: Jugendpolitik ist ressortübergreifend. Viele Entscheidungen, die in Landesministerien getroffen werden, haben unmittelbar Einfluss auf die Lebenswelten junger Menschen. Deshalb beteiligen wir als Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt junge Menschen seit 2018 anhand eines mit der Verwaltung entwickelten Ansatzes an Leuchtturmthemen. Zuletzt organsierte der KJR 2024/25 einen Beteiligungsprozess zur Überarbeitung der sogenannten „Heimrichtlinie“. An diesen nahmen knapp 300 junge Menschen aus fast alles Landkreisen teil. Dies soll zum Anlass genommen werden in dem Panel über die Bedeutung von ressortübergreifender Zusammenarbeit für die Lebenswelten junger Menschen ins Gespräch zu kommen und wie dies auch in Zukunft wirksam organsiert werden kann.

Durchgeführt von Philipp Oettler und Martin Gneist

Panel 3: Eigenständige Jugendpolitik auf kommunaler Ebene

Wie kann Eigenständige Jugendpolitik auf kommunaler Ebene nachhaltig gestaltet und gesichert werden – auch in Zeiten politischer Veränderungen und gesellschaftlicher Herausforderungen? Der Workshop stellt das Landeszentrums Jugend + Kommune die kommunale Praxis aus Sachsen-Anhalt vor und eröffnet Raum für Austausch über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten in den Kommunen Sachsen-Anhalts. Gemeinsam wird diskutiert, welche Strukturen, Kooperationen und politischen Rahmenbedingungen notwendig sind, damit Jugendbeteiligung und jugendpolitische Prozesse vor Ort langfristig bestehen und weiterentwickelt werden können.

Durchgeführt von Maria Burkhardt und Benjamin Ollendorf

Panel 4: Jugendperspektiven – zentraler Baustein Eigenständiger Jugendpolitik

Junge Menschen haben das Recht auf Beteiligung und Mitsprache, so ist es in Art. 12 der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben. Gleichzeitig sind sie Expert:innen ihrer eigenen Lebensrealitäten – ihre Perspektiven sind daher unverzichtbar für eine zukunftsfähige Eigenständige Jugendpolitik. Im Workshop werden Ergebnisse aus vorangegangenen Workshops mit jungen Menschen vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Dabei geht es um Erwartungen, Erfahrungen und Hürden aus Sicht junger Menschen sowie um die Frage, wie Beteiligung wirksam, nachhaltig und praxisnah gestaltet werden kann. Der Workshop lädt Fachkräfte aus Politik, Verwaltung und Jugendarbeit dazu ein, eigene Zugänge zu reflektieren und Beteiligung als Chance für demokratische Gestaltung zu verstehen. Impulse zu Empowerment, Beteiligungsstrukturen und Methoden geben Anregungen für die eigene Praxis.

Durchgeführt von Jan Hennig und Mandy Vater

Wo?
Europäische Bildungsstätte „Villa Böckelmann“
Lüttgen-Ottersleben 18a
39116 Magdeburg

Die Fachtagung ist kostenfrei und die Anmeldung ist bis zum 15.10.26 möglich.

Im Juni besuchten Vertreter:innen der Partnerschaft für Demokratie der Hansestadt Stendal gemeinsam mit dem Oberbürgermeister Bastian Sieler den Förderverein der Bilingualen Grundschule "Altmark" e.V. in ihrem neu geschaffenen "Nachbarschaftsgarten" um sich über die Umsetzung des Projektes zu informieren. Gemeinsam mit Schulkindern sowie engagierten Seniorinnen und Senioren aus der Nachbarschaft wurde in dem neu geschaffenen Schulgarten ein neues Stauden- und Duftbeet angelegt. Zeil des in Förderjahr 2026 unterstützen Projektes ist es, einen generationenübergreifenden Dialog sowie einen Begegnungsort zu schaffen, der die Aktivitäten der Schule sowie des benachbarten Seniorenwohnparks verbindet. So konnte bereits eine Auftaktveranstaltung im Mai den Kontakt und den Dialog zwischen den jungen Menschen und den Senior:innen stärken und erste Verbindungen aufgebaut werden.

Ein besonderer Gast bereicherte zusätzlich die Aktion: Abdul Mufeez Shaheed von den Fidschi-Inseln kämpft im Rahmen seiner Organisation inzwischen weltweit für den Klimaschutz. Er wurde dafür bereits mit dem „Alternativen Nobelpreis“ ausgezeichnet

Am vergangenen Samstag waren die Servicestelle Jugend und Strukturwandel gemeinsam mit dem Landeszentrum Jugend + Kommune beim Sachsen-Anhalt-Tag in Bernburg zu Gast. Gemeinsam mit den Jugendgremien aus Bernburg, Köthen und dem Landkreis Börde begleiteten wir den Stand und nutzten die Gelegenheit, mit jungen Menschen über ihre Vorstellungen von Zukunft, Zusammenhalt und regionaler Entwicklung ins Gespräch zu kommen. 

Im Rahmen des Dialogangebots konnten die jungen Besucher:innen ihre Ideen und Anregungen an einem Zukunftsbaum festhalten. Die verschiedenen Bereiche des Baumes griffen zentrale Fragen zur Zukunft der Region auf und luden dazu ein, persönliche Sichtweisen und Wünsche einzubringen.  

Bei der Frage „Was macht deine Region heute stark?“, die im Bereich der Wurzeln verortet war, wurden insbesondere die Menschen, der gesellschaftliche Zusammenhalt, die Vereine, Fahrgemeinschaften sowie die vorhandene Vielfalt genannt. Diese Antworten verdeutlichen, welche Stärken bereits heute das Leben vor Ort prägen und die Grundlage für eine positive Entwicklung bilden. Im Stamm des Baumes stand die Frage „Was muss erhalten bleiben?“. Hier wurden vor allem Demokratie, Meinungsfreiheit, Toleranz und Vielfalt sowie die Möglichkeit, sich auf Veranstaltungen frei und sicher zu begegnen, hervorgehoben. Die Beiträge zeigen, welche Werte junge Menschen als unverzichtbar für das gesellschaftliche Miteinander ansehen. In der Baumkrone beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Frage „Was wünschst du dir für deine Zukunft?“. Genannt wurden unter anderem ein besser ausgebauter ÖPNV, mehr Bildungsangebote, eine stärkere Jugendbeteiligung, die Förderung des Handwerks sowie der Wunsch nach einer offenen und demokratischen Gesellschaft. Auch der Wunsch nach einer Politik ohne Extremismus fand sich unter den Antworten wieder. 

Die Einträge am Zukunftsbaum machten deutlich, dass junge Menschen nicht nur konkrete Vorstellungen von ihrer Zukunft haben, sondern sich auch intensiv mit den Themen auseinandersetzen, die für die Entwicklung ihrer Region wichtig sind. 

Besonders gefreut haben wir uns über die Gespräche und den Austausch mit engagierten jungen Menschen. Wir konnten viele wertvolle Impulse für die weitere Arbeit mitnehmen. 

Am Montag, den 8. Juni 2026, findet von 17:00 bis 19:00 Uhr im Landratsamt Stendal, Hospitalstraße 1–2, 39576 Stendal, die zweite Informationsveranstaltung der Initiative „Gemeinsam ankommen – Initiative für Ehrenamt in der Landesaufnahmeeinrichtung Stendal“ statt.

Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Personen, die sich vorstellen können, ehrenamtlich in der Landesaufnahmeeinrichtung Stendal (LAE) aktiv zu werden. Im Mittelpunkt stehen Informationen zu Engagementmöglichkeiten in der LAE, Einblicke in die Rahmenbedingungen sowie Raum für Austausch, Fragen und Vernetzung.

Folgender Ablauf ist geplant:

  1. Input-Vortrag von Jan Greiner (LAGFA Sachsen-Anhalt e.V.) zu Ehrenamt und Integration
  2. Vorstellung Engagementmöglichkeit 1: Die Sozialbetreuung der LAE (Saxonia Care)
  3. Vorstellung Engagementmöglichkeit 2: Die Caritas Lernwerkstatt
  4. Lockerer Austausch und individuelle Beratung zu den Engagementmöglichkeiten in der LAE

Anmeldung unter: menschen@sozialstaerken.de


Zur Initiative:

„Gemeinsam ankommen“ wurde 2024 gemeinsam durch das Engagementzentrum für Migration der SozialStärken gGmbH und die Integrationskoordination des Landkreises Stendal ins Leben gerufen. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit KinderStärken e.V. und der Freiwilligenagentur Altmark e.V. sowie in Abstimmung mit der Leitung der LAE.

Bereits die erste Informationsveranstaltung im November 2024 hat gezeigt, wie groß das Interesse an ehrenamtlichem Engagement in der LAE ist. Infolge dieses Aufschlags sind heute zehn Ehrenamtliche in der Landesaufnahmeeinrichtung tätig. Sie unterstützen dort unter anderem bei Sprachkursen oder durch eigene Lern- und Spielangebote für Kinder.