Ehrenamtliches Engagement ist wertvoll und bereichernd – kann aber auch mit belastenden und herausfordernden Situationen verbunden sein. Nach der positiven Resonanz auf den ersten Workshop im März 2026 wird das Angebot „Zwischen Helfen und Selbstfürsorge“ nun fortgesetzt.

Am 1. September 2026 von 17:00 bis 20:00 Uhr sind erfahrene Integrationslots:innen und Familienpat:innen erneut eingeladen, sich mit den Herausforderungen ihres Engagements auseinanderzusetzen. Der Workshop bietet einen geschützten Raum, um Erfahrungen auszutauschen, konkrete Fälle aus der Praxis zu reflektieren und die eigenen Ressourcen in den Blick zu nehmen.

Begleitet wird der Workshop erneut von Tina Schulze, systemische Coachin und Mediatorin. Im Mittelpunkt stehen die gemeinsame Reflexion, Fallbesprechungen und die Frage, wie Ehrenamtliche auch in anspruchsvollen Situationen auf die eigenen Grenzen und Bedürfnisse achten können.

Termin: 1. September 2026, 17:00–20:00 Uhr
Ort: Raum Arneburg, Arnimer Straße 1–4, 39576 Stendal
Referentin: Tina Schulze, systemische Coachin und Mediatorin

Die Servicestelle Jugend und Strukturwandel war gestern beim Treffen der Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen am Geiseltalsee vertreten. Gemeinsam mit Vertreter:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und den Kommunen ging es um die Frage, wie der Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier weiterhin erfolgreich gestaltet werden kann. Der Geiseltalsee ist dabei ein starkes Symbol für den Wandel der Region. Wo einst Braunkohle gefördert wurde, ist heute einer der größten künstlichen Seen Deutschlands entstanden. Die Gegend zeigt eindrucksvoll, welche Chancen Veränderung mit sich bringen kann.

Ein zentrales Anliegen der drei Ministerpräsidenten war die enge Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg. Sie machten deutlich, dass der Strukturwandel nur gemeinsam gelingen kann, etwa durch eine enge Vernetzung von Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen, verlässliche Rahmenbedingungen, Investitionen in Innovation und Fachkräftesicherung sowie eine starke Stimme für das Mitteldeutsche Revier gegenüber dem Bund.

Wie diese Ziele bereits heute mit Leben gefüllt werden, zeigten verschiedene Projekte aus dem Mitteldeutschen Revier. Dazu gehören unter anderem der Bildungscampus Naumburg, das Mitteldeutsche Bildungszentrum Bitterfeld-Wolfen sowie das Forschungsprojekt „Digitalisierung pflanzlicher Wertschöpfungsketten“ (DiP). Sie verdeutlichen, wie Innovation, Bildung und Zusammenarbeit neue Perspektiven für die Region schaffen.

Für die Servicestelle Jugend und Strukturwandel steht fest: Ein erfolgreicher Strukturwandel gelingt nur gemeinsam mit jungen Menschen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, Jugendbeteiligung als festen Bestandteil der Transformation zu verankern. So entstehen Ansätze, die langfristig wirken und von den Menschen vor Ort mitgetragen werden.

Vielen Dank an alle Beteiligten für den offenen Austausch und die spannenden Einblicke in die vielfältigen Projekte des Mitteldeutschen Reviers.

Der Kinderrechtepfad nimmt Gestalt an!

Aktuell führt die Kinder- und Jugendinteressensvertretung der Hansestadt Stendal (KJIV) Umfragen zum Kinderrechtepfad durch, welcher im Hartungswall entsteht. Dabei handelt es sich um einen “Trimm-dich-Pfad” mit 10 Stationen, an denen Kinderrechte spielerisch entdeckt werden können. An der Umsetzung sind junge Menschen beteiligt: Sie entscheiden, wie der Pfad aussehen soll, welches Schild an welchen Ort gestellt werden kann und entwerfen gemeinsam das Eröffnungsschild. So entsteht am Hartungswall der „Platz der Kinderrechte“: Ein Ort zum Entdecken, Mitmachen und Mitreden.

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Bastian Sieler wird der neue „Platz der Kinderrechte“ am Hartungswall voraussichtlich am 10. September um 10:30 Uhr feierlich eröffnet. Weitere Informationen folgen.

Außerdem gibt es Neuigkeiten in der Kinder- und Jugendinteressensvertretung: Janine Kaminski (Foto links) verabschiedet sich bald in die Elternzeit. Während dieser Zeit übernimmt Kira Bönisch (Foto rechts) ihre Vertretung.

Kitas, Horts und Familien, die sich am Kinderrechtepfad beteiligen wollen oder Ideen für die Umsetzung haben, können sich gerne per Mail an Kira wenden: kira.boenisch@kinderstaerken-ev.de

Die Errichtung des Kinderrechtepfads erfolgt gefördert durch das Deutsche Kinderhilfswerk, Urheberin: Teresa Linke. Hierfür hatte die KJIV über den Verein KinderStärken e.V. eine Bewerbung eingereicht.

Mit der Erzählbank schafft "Demokratie mobilisieren" einen Ort für Begegnung und Austausch. Immer wieder wird die Bank im Stadtteil zu finden sein und lädt alle Interessierten dazu ein, Platz zu nehmen und ins Gespräch zu kommen.

Im Mittelpunkt stehen die Geschichten, Erfahrungen und Ideen der Menschen vor Ort. Was bewegt die Bewohnerinnen und Bewohner? Was gefällt ihnen an ihrem Stadtteil, welche Herausforderungen erleben sie und welche Wünsche haben sie für die Zukunft? Gleichzeitig geht es darum, gemeinsam zu entdecken, welche Möglichkeiten es gibt, sich aktiv einzubringen und den Stadtteil mitzugestalten.

Die Gespräche helfen dabei, die Themen sichtbar zu machen, die die Menschen wirklich beschäftigen. Sie bilden eine wichtige Grundlage, um gemeinsam Ideen zu entwickeln, Engagement zu fördern und Veränderungen im Stadtteil anzustoßen.

Wer die Erzählbank entdeckt, ist herzlich eingeladen, Platz zu nehmen, ins Gespräch zu kommen und die eigene Geschichte zu erzählen. Denn jede Stimme zählt – und jede Geschichte kann ein Impuls für gemeinsames Handeln sein.

Wie gelingt kommunale Kinder- und Jugendbeteiligung? Welche rechtlichen Grundlagen gibt es? Und vor allem, wie können Kommunen junge Menschen überhaupt erreichen und sie an Entscheidungen beteiligen?

Mit diesen Fragen haben sich Studierende des Bachelorstudiengangs Angewandte Kindheitswissenschaften der Hochschule Magdeburg-Stendal in einem Filmprojekt beschäftigt. Entstanden ist ein abwechslungsreicher Film, der unterschiedliche Perspektiven auf kommunale Kinder- und Jugendbeteiligung in der Altmark zusammenführt. Begleitet wurde der Film durch den Offenen Kanal Salzwedel e.V.
Junge Menschen berichten darin von ihren Beteiligungserfahrungen. Unter anderem stellt der Jugendbeirat Gardelegen seine Arbeit und Perspektiven vor. Darüber hinaus kommen Professor der Hochschule Magdeburg-Stendal sowie das Landeszentrum Jugend + Kommune zu Wort und geben Einblicke in die rechtlichen Grundlagen, Beteiligungsstufen und die Frage, wie Kommunen junge Menschen für Beteiligung gewinnen können.

Der Film macht deutlich, dass kommunale Kinder- und Jugendbeteiligung nicht nur ein rechtlicher Auftrag ist, sondern eine große Chance für eine lebendige und zukunftsfähige Kommune darstellt.

Vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit und dass wir als Landeszentrum den Film unterstützen durften.

Mit der Novellierung des KJHG-LSA Ende 2025 und der erneuten Vergabe an den KinderStärken e.V. / Ombud LSA hat die Ombudschaft in Sachsen-Anhalt einen festen Platz in der Kinder- und Jugendhilfe des Landes erhalten. Ombud LSA lädt daher am 01. Oktober zu ihrem nunmehr dritten Fachtag an den neuen Standort in Halle (Saale) ein. Gemeinsam wollen wir in diese neue Phase einsteigen und unsere Arbeit transparent machen.

Vor allem wollen wir aber einen Raum schaffen, um aktuelle Fragen und Entwicklungen in der Kinder- und Jugendhilfe im Land miteinander zu diskutieren und kritisch zu reflektieren. Den Schwerpunkt der Tagung bilden Themen aus dem Bereich der Hilfen zur Erziehung; insbesondere der Intensivpädagogik. Besonders hier treffen steigende und komplexer werdende Bedarfslagen auf strukturelle Probleme und Ressourcenfragen, die nicht selten v.a. in Zuständigkeitsfragen münden. Bisherige Ansprüche an Qualität und Fachlichkeit stehen zunehmend unter Druck und insbesondere junge Menschen tragen dann im Zweifel die Konsequenzen. Doch genau für sie ist die Kinder- und Jugendhilfe eben nicht nur "zuständig" sondern gesellschaftlich verantwortlich! Wie kann es also auch unter schwierigen Bedingungen gelingen, die notwendige Haltung zu wahren und Fachlichkeit zu organisieren? Das wollen wir gemeinsam erörtern.

Freuen Sie sich daher auf spannende Impulse und Diskussionen, Raum für Gespräche und Vernetzung sowie praxisnahe Fachforen: zur kritischen Betrachtung und gelingenden Praxis intensivpädagogischer Ansätze jenseits von Zwang; zu gelingenden Beschwerdestrukturen in Einrichtungen und zur Gestaltung von tragfähigen Übergängen und LeavingCare aus den Hilfen. Zudem erwarten Sie wieder starke Perspektiven von Careleaver:innen selbst.

Hier geht es zur Anmeldung: https://eveeno.com/ombud

Programm

08:30 Uhr   Ankommen und Austausch

09:00 Uhr   Eröffnung und Grußworte

  • Ombud LSA / KinderStärken e.V.
  • Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt
  • Andrea Len, Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe

09:30 Uhr   Bericht und Austausch "6 Jahre Ombudschaftliche Arbeit in Sachsen-Anhalt" - Ombud LSA

10:00 Uhr   Pause

10:15 Uhr   Impulsreferat "Zwangsnormalisierung – ethische Begründungslinien pädagogischer Fachlichkeit zwischen Eingriffsrecht und Selbstbegrenzung" - Prof. Dr. Sven Heuer, Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

11:00 Uhr   Podiumsdiskussion zu Herausforderungen und Perspektiven der Kinder- und Jugendhilfe im Land

  • René Grummt (Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, Leitung Referat 41 - Familienpolitik, Kinderschutz, Erziehungshilfen)
  • Patrick Schatz (Amtsleitung Jugendamt des Burgenlandkreises)
  • Lutz Kaufhold (Geschäftsführer Kinder- und Jugendhilfswerk e. V. Gernrode)
  • Michael Bertram-Maikath (Leiter Praxisreferat an der Hochschule Magdeburg-Stendal)
  • Careleaver
  • Ombud LSA

12:15 Uhr   Mittagspause (vegan)

13:15 Uhr   Fachforen (finden parallel statt)

  1. Reflexive Intensivpädagogik - Prof. Dr. Sven Heuer (Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth)
  2. Wenn das Hilfesystem an seine Grenzen kommt und trotzdem trägt - Søren Alexander John (Caritas Erziehungshilfe Bremen) und Jana Schüßler (DRK Bremen) - Intensivpädagogische Wohngruppe PortNord
  3. Leaving Care im Fokus – Praxisimpulse aus Thüringen - Bianca Wirth (Careleaver-Zentrum Thüringen - CLZT) und Christin Spens (Careleaver im Kyffhäuserkreis -CLiK)
  4. Externe Beschwerdemöglichkeiten für Einrichtungen entwickeln – eine Überforderung für die stationäre Kinder- und Jugendhilfe? - Henriette Grapentin und Andre Kapuczinski (Beschwerdestelle für Mitwirkungs- und Beteiligungsrechte (BeMiBe) in Leipzig; Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V.)

15:00 Uhr   Kaffeepause

15:15 Uhr   Lesung "Careleaving Storys - Geschichten aus der Jugendhilfe" - Larissa Brockmann und Kathi Weiler, Projekt Careleaving Storys

15:45 Uhr   Abschluss und Tagungsende

Alle Infos zur Tagung und die Möglichkeit zur Anmeldung: https://eveeno.com/ombud