Mit der Novellierung des KJHG-LSA Ende 2025 und der erneuten Vergabe an den KinderStärken e.V. / Ombud LSA hat die Ombudschaft in Sachsen-Anhalt einen festen Platz in der Kinder- und Jugendhilfe des Landes erhalten. Ombud LSA lädt daher am 01. Oktober zu ihrem nunmehr dritten Fachtag an den neuen Standort in Halle (Saale) ein. Gemeinsam wollen wir in diese neue Phase einsteigen und unsere Arbeit transparent machen.

Vor allem wollen wir aber einen Raum schaffen, um aktuelle Fragen und Entwicklungen in der Kinder- und Jugendhilfe im Land miteinander zu diskutieren und kritisch zu reflektieren. Den Schwerpunkt der Tagung bilden Themen aus dem Bereich der Hilfen zur Erziehung; insbesondere der Intensivpädagogik. Besonders hier treffen steigende und komplexer werdende Bedarfslagen auf strukturelle Probleme und Ressourcenfragen, die nicht selten v.a. in Zuständigkeitsfragen münden. Bisherige Ansprüche an Qualität und Fachlichkeit stehen zunehmend unter Druck und insbesondere junge Menschen tragen dann im Zweifel die Konsequenzen. Doch genau für sie ist die Kinder- und Jugendhilfe eben nicht nur "zuständig" sondern gesellschaftlich verantwortlich! Wie kann es also auch unter schwierigen Bedingungen gelingen, die notwendige Haltung zu wahren und Fachlichkeit zu organisieren? Das wollen wir gemeinsam erörtern.

Freuen Sie sich daher auf spannende Impulse und Diskussionen, Raum für Gespräche und Vernetzung sowie praxisnahe Fachforen: zur kritischen Betrachtung und gelingenden Praxis intensivpädagogischer Ansätze jenseits von Zwang; zu gelingenden Beschwerdestrukturen in Einrichtungen und zur Gestaltung von tragfähigen Übergängen und LeavingCare aus den Hilfen. Zudem erwarten Sie wieder starke Perspektiven von Careleaver:innen selbst.

Hier geht es zur Anmeldung: https://eveeno.com/ombud

Programm

08:30 Uhr   Ankommen und Austausch

09:00 Uhr   Eröffnung und Grußworte

  • Ombud LSA / KinderStärken e.V.
  • Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt
  • Andrea Len, Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe

09:30 Uhr   Bericht und Austausch "6 Jahre Ombudschaftliche Arbeit in Sachsen-Anhalt" - Ombud LSA

10:00 Uhr   Pause

10:15 Uhr   Impulsreferat "Zwangsnormalisierung – ethische Begründungslinien pädagogischer Fachlichkeit zwischen Eingriffsrecht und Selbstbegrenzung" - Prof. Dr. Sven Heuer, Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

11:00 Uhr   Podiumsdiskussion zu Herausforderungen und Perspektiven der Kinder- und Jugendhilfe im Land

  • René Grummt (Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, Leitung Referat 41 - Familienpolitik, Kinderschutz, Erziehungshilfen)
  • Patrick Schatz (Amtsleitung Jugendamt des Burgenlandkreises)
  • Lutz Kaufhold (Geschäftsführer Kinder- und Jugendhilfswerk e. V. Gernrode)
  • Michael Bertram-Maikath (Leiter Praxisreferat an der Hochschule Magdeburg-Stendal)
  • Careleaver
  • Ombud LSA

12:15 Uhr   Mittagspause (vegan)

13:15 Uhr   Fachforen (finden parallel statt)

  1. Reflexive Intensivpädagogik - Prof. Dr. Sven Heuer (Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth)
  2. Wenn das Hilfesystem an seine Grenzen kommt und trotzdem trägt - Søren Alexander John (Caritas Erziehungshilfe Bremen) und Jana Schüßler (DRK Bremen) - Intensivpädagogische Wohngruppe PortNord
  3. Leaving Care im Fokus – Praxisimpulse aus Thüringen - Bianca Wirth (Careleaver-Zentrum Thüringen - CLZT) und Christin Spens (Careleaver im Kyffhäuserkreis -CLiK)
  4. Externe Beschwerdemöglichkeiten für Einrichtungen entwickeln – eine Überforderung für die stationäre Kinder- und Jugendhilfe? - Henriette Grapentin und Andre Kapuczinski (Beschwerdestelle für Mitwirkungs- und Beteiligungsrechte (BeMiBe) in Leipzig; Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V.)

15:00 Uhr   Kaffeepause

15:15 Uhr   Lesung "Careleaving Storys - Geschichten aus der Jugendhilfe" - Larissa Brockmann und Kathi Weiler, Projekt Careleaving Storys

15:45 Uhr   Abschluss und Tagungsende

Alle Infos zur Tagung und die Möglichkeit zur Anmeldung: https://eveeno.com/ombud

Am 17. Juni 2026 fand der Fachtag „Kita als Ort der Gesundheitsförderung – Gemeinsam gesund aufwachsen und arbeiten“ in Magdeburg statt. Ca. 180 Teilnehmende kamen zusammen. Darunter waren vor allem Fach- und Leitungskräfte sowie auch Kitaträger und weitere Fachleute und Wissenschaftler:innen aus dem Bereich der Frühen Bildung. Kindertageseinrichtungen sind Lebenswelten für Kinder, Eltern und Kita-Personal. Sie prägen das Wohlbefinden und die Gesundheit aller Beteiligten maßgeblich. Genau hier setzte der Fachtag an, der von der AG Gesundheit der BAG-BEK e.V., KinderStärken e.V., dem Kompetenzzentrum Frühe Bildung Sachsen-Anhalt (Hochschule Magdeburg-Stendal), der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung sowie der Techniker Krankenkasse (TK) organisiert wurde.

Gemeinsam mit den 180 Teilnehmenden wurden fachpolitische Forderungen erarbeitet. Diese haben wir gebündelt und in einem Papier zusammengefasst. Sie finden diese HIER. Nutzen Sie diese zur Argumentation in Ihren Netzwerken und gegenüber politischen Vertreter:innen.

Unter folgendem LINK findet sich die weitere Dokumentation mit Präsentationen und Menti-Meter-Feedback. Wir laden Sie herzlich ein, die Inhalte des Tages einzusehen. Gerne möchten wir auch auf die Tagungsberichte der BAG-BEK sowie der Technikerkrankenkasse verweisen.

Wir bedanken uns nochmals herzlich für die aktive Beteiligung und freuen uns auf zukünftige Veranstaltungen.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Benjamin Ollendorf - KinderStärken e.V.

Die Stellenausschreibung als PDF findet sich hier.

 

Projektmitarbeiterin ab sofort gesucht: Menschen helfen & Familienpaten

Förderung von Engagement und Zusammenhalt

ab sofort | 20–32 h/Woche | zunächst befristet bis 31.12.2026 | Vergütung nach TVL-Ost

 

Wir möchten den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Landkreis Stendal fördern. Im Projekt „Menschen helfen“ wollen wir ein Engagementzentrum für Migration aufbauen. Ziel ist, dass Menschen, die schon länger in der Region leben, sich für Mitmenschen einzusetzen, die neu in den Landkreis Stendal kommen. Die „Familienpaten“ unterstützen Engagierte, sich für Familien mit Kindern in der Region einzusetzen, um diese ein Stück weit zu entlasten.

Was erwartet Dich?

Deine Aufgabe ist es, diese Ideen zusammen mit weiteren Kolleg:innen bekannt zu machen und Menschen zu unterstützen, die sich engagieren möchten. Dafür leistest Du Öffentlichkeitsarbeit, sprichst Menschen bei Veranstaltungen an und gibst die Informationen an andere Organisationen weiter. Du bringst engagierte mit Familien oder Einrichtungen zusammen und leistest Beratung und Unterstützung. Auch organisierst Du Schulungen beispielsweise zum Kinderschutz oder interkulturellen Kompetenzen. Eine erfahrene Teamleitung arbeitet Dich in diese Tätigkeiten ein und begleitet Dich in der Umsetzung. Deine Aufgaben umfassen:

  • Beratungs- und Betreuungsarbeit: Du bist Ansprechperson für ehrenamtlich Engagierte und organisierst Treffen und Schulungen.
  • Öffentlichkeitsarbeit: Du erstellst Social-Media-Beiträge, Websiteartikel und Pressemitteilungen.
  • Vernetzung: Du arbeitest mit lokalen Partner:innen zusammen und nimmst an Netzwerktreffen teil.
  • Qualifizierung: Du bildest Dich über Recherchen, Coaching und Fortbildungen weiter.
  • Projektmanagement: Du führst Teilnahmelisten und unterstützt Berichten und Anträge.

Das bringst Du mit:

  • Ein abgeschlossenes oder fast beendetes Studium in einem relevanten Fachgebiet oder eine vergleichbare Qualifikation beispielsweise als Erzieher:in
  • Führerschein Klasse B
  • Kenntnisse im Umgang mit gängigen Office-Anwendungen
  • kommunikative und organisatorische Fähigkeiten

Das ist von Vorteil:

  • Erfahrung in der Planung und Durchführung von Projekten im sozialen Bereich
  • Kenntnisse der Region sowie Erfahrungen in interkulturellen Kontexten

Was wir Dir bieten:

  • Eine sinnstiftende Tätigkeit mit gesellschaftlichem Mehrwert
  • Ein engagiertes und nettes Team
  • Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für eigene Ideen innerhalb der Projekte
  • Vernetzung mit relevanten Akteur:innen in der Engagementförderung
  • Ein inklusives Arbeitsumfeld: Wir heißen Menschen mit Migrationsgeschichte, LGBTTQ+ und Menschen mit Behinderungen ausdrücklich willkommen

Hast Du Lust, den gesellschaftlichen Zusammenhalt mitzugestalten? Dann sende Deine aussagekräftige Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf und relevante Nachweise) in einer PDF-Datei per E-Mail an marcus.kronfeldt@sozialstaerken.de. Gespräche finden laufend statt, da die Stelle zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen ist.

Für Rückfragen stehe ich Dir gern zur Verfügung. Wir freuen uns auf Dich!

Marcus Kronfeldt - Geschäftsführung SozialStärken gGmbH

 

Die Stellenausschreibung als PDF findet sich hier.

 

Vom 21. bis 23. August 2026 findet in der Jugendherberge Halle (Saale) das Vernetzungstreffen JUGEND.MACHT.WANDEL. statt. Eingeladen sind junge Menschen im Alter von 14 bis 26 Jahren aus dem sächsischen und sachsen-anhaltischen Teil des Mitteldeutschen Reviers. Im Vordergrund des Wochenendes stehen Austausch, Beteiligung und die gemeinsame Auseinandersetzung mit den Chancen und Herausforderungen des Strukturwandels.

Das Treffen bietet Raum, um miteinander ins Gespräch zu kommen, neue Perspektiven kennenzulernen und sich mit jungen Engagierten aus der Region zu vernetzen. Die Teilnehmenden erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Workshops, kreativen Beteiligungsformaten sowie Einblicken in Projekte und Initiativen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt. Darüber hinaus bleibt viel Zeit für Begegnung, gemeinsame Aktivitäten und den informellen Austausch. Das Programm für das Wochenende wurde mit dem Kinder- und Jugendrat sowie dem Stadtschüler:innenrat der Stadt Halle entwickelt. Dadurch ist ein vielfältiges Programm entstanden, das die Interessen und Perspektiven junger Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Das Vernetzungstreffen wird von der Servicestelle Jugend und Strukturwandel des KinderStärken e.V., dem Bündnis StrukturWandeln sowie der Akademie der Kinder- und Jugendparlamente Sachsen-Anhalt gemeinsam durchgeführt. Die Teilnahme an JUGEND.MACHT.WANDEL. ist kostenfrei. Unterkunft, Verpflegung sowie die Erstattung der Fahrtkosten sind inbegriffen.

Weitere Informationen zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier: https://eveeno.com/jugend_macht_wandel.

Gemeinsam mit Hedy Keller vom Bündnis StrukturWandeln war die Servicestelle Jugend und Strukturwandel gestern zu Gast beim Landkiez e. V. in Thondorf. In dem besonderen und liebevoll gestalteten Ambiente setzten sich 24 Schülerinnen und Schüler des Geokurses der 11. Klasse des Wilhelm und Alexander von Humboldt Gymnasiums Hettstedt intensiv mit den Herausforderungen und Chancen des Strukturwandels auseinander.

Im Rahmen des Planspiels „Torfitz“ schlüpften die Jugendlichen in die Rollen verschiedener Akteurinnen und Akteure einer fiktiven Kommune. Dabei entwickelten sie Zukunftsvisionen für ihre Gemeinde, diskutierten unterschiedliche Interessen und erarbeiteten gemeinsam Lösungsansätze für aktuelle und zukünftige Herausforderungen.

Beim anschließenden Sommerfest der fiktiven Kommunen standen Austausch und Vernetzung im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und ihre Ideen weiterzuentwickeln. Für die abschließende Zukunftskonferenz bereiteten die Gruppen ihre Projekte vor und präsentierten diese vor allen Teilnehmenden. Das Gewinnerprojekt wurde anschließend demokratisch gewählt.

Der Tag war geprägt von kreativen Ideen, spannenden Diskussionen und einem beeindruckenden Engagement der Schülerinnen und Schüler. Er zeigte einmal mehr, wie wichtig die Perspektiven junger Menschen für die Gestaltung des Strukturwandels sind.

Ein herzliches Dankeschön gilt der Familie Held vom Landkiez e. V. für die Gastfreundschaft und den wunderschönen Veranstaltungsort. Ebenso danken wir Isabel Müller vom Zentrum für Sozialforschung für ihre Unterstützung und Begleitung des Planspiels sowie Herrn Röthel für die Begleitung des Geokurses und die Ermöglichung solcher besonderen Lern- und Beteiligungsformate.

Vor allem bedanken wir uns bei den Schülerinnen und Schülern für ihre Offenheit, ihre kreativen Ideen und den wertvollen Austausch. Gemeinsam Zukunft zu gestalten, macht Mut und zeigt: Strukturwandel lebt vom Mitmachen.

Wie kann Jugendpolitik in Kommunen nachhaltig verankert werden? Welche Entwicklungen haben die letzten 15 Jahre geprägt und welche Weichen müssen wir heute stellen, damit junge Menschen auch künftig wirksam beteiligt werden?

Diesen Fragen widmet sich der Fachtag „15 Jahre Eigenständige Jugendpolitik in Sachsen-Anhalt“ am 05. November 2026 in der Europäischen Bildungsstätte „Villa Böckelmann“ in Magdeburg, organisiert vom Landeszentrum Jugend + Kommune und dem Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V.

Die Anmeldung, sowie das Programm finden Sie hier: https://eveeno.com/15jahre-ejinlsa

Gerade für Fachkräfte aus Kommunalverwaltung, Jugendhilfeplanung, Kinder- und Jugendbeteiligung sowie kommunale Entscheidungsträger:innen bietet der Fachtag einen besonderen Mehrwert:

  • Aktuelle Einblicke in die Entwicklung der Eigenständigen Jugendpolitik in Sachsen-Anhalt
  • Praxisbeispiele aus Kommunen, die Jugendbeteiligung erfolgreich strukturell verankert haben
  • Austausch mit Fachkräften aus Verwaltung, Politik und Praxis zu aktuellen Herausforderungen und Lösungsansätzen
  • Impulse für die eigene Kommune, um Jugendpolitik als Querschnittsaufgabe nachhaltig weiterzuentwickeln
  • Mitgestaltung zukünftiger jugendpolitischer Perspektiven für die kommende Legislaturperiode

Neben fachlichen Inputs bietet der Fachtag viel Raum für Vernetzung, kollegialen Austausch und die gemeinsame Entwicklung von Visionen für eine jugendgerechte Zukunft in Sachsen-Anhalt.

09:00 Uhr   Ankunft & Anmeldung

09:30 Uhr   Start und Begrüßung

09:40 Uhr  Grußworte Holger Paech (MS) und Philipp Schweizer (AGJ)

10:00 Uhr   Keynotes (Rückblick): KJR LSA und LZ Jugend + Kommune

10:50 Uhr   Pause

11:15 Uhr    Podiumsgespräch: Thema: „Eigenständige Jugendpolitik 2026: Wo stehen wir im Vergleich– und was können wir von anderen lernen?“

Blick über die Landesgrenze auf aktuelle Herausforderungen; Austausch zwischen Landes- und kommunaler Ebene

12:15 Uhr    Mittagspause (Meet & Eat)

13:15 Uhr    Panel (Ausblick)*

14:45 Uhr    Kaffeepause

15:00 Uhr    Zusammenführung der Ergebnisse & Ausblick: Was ist unsere Vision für 2031?

15:45 Uhr    Verabschiedung und Ausblick

 

Panel 1: Jugendpolitische Steuerungselemente auf Landesebene - Wie weiter mit dem Jugendpolitischen Programm?

Beschreibung: Das Jugendpolitische Programm wurde 2021 als eines der zentralen jugendpolitischen Steuerungselemente des Landes Sachsen-Anhalt beschlossen. Vorangegangen war eine langjähriges, ressortübergreifender Prozess, der erstmalig jugendpolitische Maßnahmen bündelte und diese mit einem Ansatz verband, der Jugendbeteiligung auf Landesebene ermöglichte. Nach fünf Jahren Praxis schauen wir zurück auf Herausforderungen und Erfolge und entwickeln gemeinsam daraus Perspektiven für die nächsten fünf Jahre.

Durchgeführt von tba

Panel 2: Jugendpolitik als Querschnittsaufgabe und die Beteiligung junger Menschen auf Landesebene

Beschreibung: Jugendpolitik ist ressortübergreifend. Viele Entscheidungen, die in Landesministerien getroffen werden, haben unmittelbar Einfluss auf die Lebenswelten junger Menschen. Deshalb beteiligen wir als Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt junge Menschen seit 2018 anhand eines mit der Verwaltung entwickelten Ansatzes an Leuchtturmthemen. Zuletzt organsierte der KJR 2024/25 einen Beteiligungsprozess zur Überarbeitung der sogenannten „Heimrichtlinie“. An diesen nahmen knapp 300 junge Menschen aus fast alles Landkreisen teil. Dies soll zum Anlass genommen werden in dem Panel über die Bedeutung von ressortübergreifender Zusammenarbeit für die Lebenswelten junger Menschen ins Gespräch zu kommen und wie dies auch in Zukunft wirksam organsiert werden kann.

Durchgeführt von Philipp Oettler und Martin Gneist

Panel 3: Eigenständige Jugendpolitik auf kommunaler Ebene

Wie kann Eigenständige Jugendpolitik auf kommunaler Ebene nachhaltig gestaltet und gesichert werden – auch in Zeiten politischer Veränderungen und gesellschaftlicher Herausforderungen? Der Workshop stellt das Landeszentrums Jugend + Kommune die kommunale Praxis aus Sachsen-Anhalt vor und eröffnet Raum für Austausch über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten in den Kommunen Sachsen-Anhalts. Gemeinsam wird diskutiert, welche Strukturen, Kooperationen und politischen Rahmenbedingungen notwendig sind, damit Jugendbeteiligung und jugendpolitische Prozesse vor Ort langfristig bestehen und weiterentwickelt werden können.

Durchgeführt von Maria Burkhardt und Benjamin Ollendorf

Panel 4: Jugendperspektiven – zentraler Baustein Eigenständiger Jugendpolitik

Junge Menschen haben das Recht auf Beteiligung und Mitsprache, so ist es in Art. 12 der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben. Gleichzeitig sind sie Expert:innen ihrer eigenen Lebensrealitäten – ihre Perspektiven sind daher unverzichtbar für eine zukunftsfähige Eigenständige Jugendpolitik. Im Workshop werden Ergebnisse aus vorangegangenen Workshops mit jungen Menschen vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Dabei geht es um Erwartungen, Erfahrungen und Hürden aus Sicht junger Menschen sowie um die Frage, wie Beteiligung wirksam, nachhaltig und praxisnah gestaltet werden kann. Der Workshop lädt Fachkräfte aus Politik, Verwaltung und Jugendarbeit dazu ein, eigene Zugänge zu reflektieren und Beteiligung als Chance für demokratische Gestaltung zu verstehen. Impulse zu Empowerment, Beteiligungsstrukturen und Methoden geben Anregungen für die eigene Praxis.

Durchgeführt von Jan Hennig und Mandy Vater

Wo?
Europäische Bildungsstätte „Villa Böckelmann“
Lüttgen-Ottersleben 18a
39116 Magdeburg

Die Fachtagung ist kostenfrei und die Anmeldung ist bis zum 15.10.26 möglich.