2019 fand unter anderem mit jungen Menschen eine Befragung zur Mitgestaltung der Ladenzeile der Hansestadt Stendal über den Verein KinderStärken e.V. statt. In diesem Jahr wurde der Umbau vom Bauamt der Hansestadt Stendal durchgeführt und ein gewünschtes Graffiti-Projekt von jungen Menschen konnte im Mai 2022 starten. Daran nahmen ca. 15 junge Menschen aus den Jugendclubs, des Jugendforums „Jufo“ und der Jugendredaktion „Youth for you“ von Stendal teil.

Das Leben im Stadtsee-Gebiet ist keineswegs perspektivlos und trist, wie es oft medial dargestellt wird. „Wir sind ein Stadtteil mit vielen verschiedenen Menschen und sind doch gleich und eine Einheit. Das wollen wir mit unserem Graffiti darstellen. Es ist ein bunter und facettenreicher Stadtteil, den wir lieben.“ erklären Jugendliche und die Mitarbeiterinnen des Vereins KinderStärken e.V. Ulrike Brehm und Janine Kaminski.

Unterstützung gab es durch den Graffitkünstler Michael Braune, der ebenfalls im Stadtseegebiet aufgewachsen ist. Das Projekt wurde im Rahmen der Partnerschaften für Demokratie der Hansestadt Stendal über das Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ finanziert.

Im Mai trafen sich zahlreiche Akteur*innen zu einem Zukunftsworkshop im Bürgerzentrum Schönhausen, um gemeinsam mit einem Planungsbüro die zukünftige Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) zu entwickeln. An diesem Prozess beteiligte sich KinderStärken e.V. mit der Kinder- und Jugendinteressenvertretung der Hansestadt Stendal sowie den Demokratiepartnerschaften und konnte wichtige Impulse für die Bereiche Jugendbeteiligung und Engagementförderung geben.

Die künftige LEADER-Region Altmark-Elbe-Havel umfasst die vier Einheitsgemeinden Hansestadt Stendal, Stadt Tangermünde, Stadt Tangerhütte und Hansestadt Havelberg sowie die Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land mit ihren sechs Mitgliedsgemeinden. Der Landkreis Stendal unterstützt die Erarbeitung einer gemeinsamen Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) und die Gründung eines Dachvereins.

Weiterführende Informationen zur neuen LEADER-Region und zur Lokalen Entwicklungsstrategie finden sich hier.

Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Presse versammeln sich am 5. Mai 2022 um 10:00 Uhr vor dem modernen Eingangsbereich der neuen Sportstätte. Der Neubau ersetzt die 2019 abgerissene "Komarow" - Turnhalle, welche "ziemlich gut genutzt" war, wie es Herr Schmotz bei seiner kleinen Rede vorsichtig beschrieb. Die Turnhalle wurde damals für den Sportunterricht der Sekundarschule „Wladimir Komarow“ und der Förderschule „Pestalozzi“ sowie von zahlreichen Vereinen genutzt.

Da eine wirtschaftliche Sanierung nicht gegeben war, entschied sich die Hansestadt Stendal für einen Neubau. Möglich wurde das Vorhaben durch Fördermittel über das Förderprogramm Investitionspaket „Soziale Integration im Quartier“. Es entstand eine ansprechende Sportstätte mit einem einladenden Eingangsbereich sowie offenen, hellen und freundlichen Innenräumen. Nach der Rede des Oberbürgermeisters wurde die rote Schleife durchtrennt und die Besucher*innen durften mit blauen Schuh-Überziehern ausgerüstet die neue Turnhalle in Augenschein nehmen. Zukünftige Nutzer*innen werden Schüler*innen der Pestalozzi-Schule, diverse Sportvereine und Institutionen der Jugendarbeit sein. Diese drei Bereiche leisten wertvolle Arbeit zur Integration aller Bevölkerungsgruppen, was das Ziel des genannten Förderprogrammes ist.

Der Kinder- und Jugendbeauftragte des Landes Sachsen-Anhalt lädt junge Menschen zum Dialog ein.

"Vor allem junge Menschen mussten viele Einschränkungen durch das Coronavirus hinnehmen. Aktuell sind die meisten Corona-Einschränkungen aufgehoben. Und doch wollen wir nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen." schreibt der Jugendbeauftragte Holger Paech auf seiner Website. Viele Entscheidungen wurden in der Corona-Pandemie ohne die Mitsprache junger Menschen getroffen. Umso wichtiger ist, die Hinweise junger Menschen für künftige Verbesserungen in der Landespolitik aufzunehmen.

Weitere Informationen auf der Website des Kinder- und Jugendbeauftragten Sachsen-Anhalts: HIER KLICKEN 

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Jugendliche berichten in PODCASTS und VIDEOS über die Corona Zeit.

An einem nebligen Sonntag im März 2022 trafen sich Engagierte aus Seehausen, Tangerhütte und Stendal vor den Toren der Stadt Gardelegen an der Gedenkstätte Isenschnibbe, welche an das Massaker an 1016 KZ-Häftlingen aus vielen europäischen Ländern erinnert. Wie groß diese Zahl in Wirklichkeit ist, wurde den Besucherinnen und Besucher deutlich, als sie die mitgebrachten Blumen auf einzelne Gräber des Ehrenfriedhofs legten. Anschließend wurden sie von einem Mitarbeiter der Gedenkstätte durch die Ausstellung geführt. Gelungen machte er das Anliegen dieses besonderen Ortes deutlich. Mit verschiedenen Mitteln werden die Besucherinnen und Besucher hineingenommen in das unfassbare Geschehen des 13. April 1945.

Zitate von Überlebenden mahnen von den Betonwänden des Gebäudes. Riesige Glasfronten lenken den Blick immer wieder auf das Außengelände der Gedenkstätte und den Ehrenfriedhof. Im Innenraum machen Karten, ein Zeitstrahl und zahlreiche Dokumente das konkrete Geschehen an diesem Ort sichtbar. Die Ausstellung verdeutlicht den Besucherinnen und Besuchern, wie sich das Massaker von Gardelegen in die schwer zu fassende Geschichte der Todesmärsche und die Verbrechen in der Endphase des 2. Weltkrieges einreiht. „Nie wieder darf so etwas passieren!“, sind sich die Engagierten des Vereins KinderStärken e.V. einig und hoffen, das Dokumentationszentrum wird in Zukunft rege genutzt.