Am 11. November 2022 luden das Stadtteilbüro Stendal-Stadtsee und die Freiwillige Feuerwehr Stendal Groß und Klein zu einem Laternenumzug in Stendal-Stadtsee ein. Ab 17 Uhr füllte sich der Platz zwischen Altmarkforum und Ladenzeile mit vielen fröhlichen Gesichtern und bunten Laternen, die gemeinsam zum Gelände der Feuerwehr ziehen wollten. 

Um 17:30 Uhr stimmte dann der Fanfarenzug Lüderitz e.V. die erste Melodie an und gab damit das Signal zum Start des Laternenumzuges. Umrahmt von der Kinder- und Jugendfeuerwehr mit ihren leuchtenden Fackeln und dem Trommelrhythmus des Fanfarenzugs, bahnte sich der Martinsumzug seinen Weg durch den Stadtteil und lockte so manche Person an die Fensterscheibe oder aus dem Haus. 

Einen krönenden Abschluss fand der Umzug mit dem Entzünden des Martinsfeuers auf dem Gelände der Feuerwehr. 

Anschließend erwartete die Kinder in der Fahrzeughalle das Theaterstück „Mach mal Pause, Biber!“ des TdA Stendal  und ein Spiel- und Spaßangebot des Stadtteilbüro. 

 

Das Stadtteilbüro bedankt sich für die überwältigende Teilnahme der Bewohnerinnen und Bewohner der Hansestadt und blickt freudig in die  Zukunft, bis es wieder gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Stendal heißt: „Kommt wir woll’n Laterne laufen!“.

Die Politik hat bereits zwei Pakete erstellt, um uns finanziell zu entlasten. Das nennt man Entlastungspaket. Deshalb gab es zum Beispiel im Sommer 2022 das 9 € Ticket für den Nahverkehr. Aktuell spricht die Politik über ein 3. Paket.

Hier hat KinderStärken e.V. kurz aufgelistet, was in dem Entlastungspaket verhandelt wird:

  • Mehrwertsteuer soll bei Gas und Fernwärme gesenkt werden.
  • Wohngeld soll sich verdoppeln und für die Empfänger:innen soll es einen Heizkostenzuschuss geben.
  • Ab dem 01.01.2023 könnt ihr Anspruch auf Wohngeld prüfen lassen.
  • Arbeitslosengeld II (Hartz 4) wird ab Januar Bürgergeld genannt und soll 500 € im Monat betragen.
  • Das Kindergeld soll für das erste und zweite Kind auf jeweils 222 € steigen.
  • Studierende, Auszubildende und die Fachschüler:innenschaft sollen eine Energiepauschale von 200 € erhalten.
  • Die Höchstverdienstgrenze für einen Minijob steigt im Januar auf 2.000 € brutto. Aktuell verdient man bei einem Minijob mehr als 450 € und weniger als 1.600 €.
  • Für 2023 soll es ein 49-Euro-Ticket für den gesamten Nahverkehr geben.

Die schulfreie Zeit in den Herbstferien wurde für ein Treffen mit den Multiplikator:innen genutzt. Bei einem gemeinsamen Frühstück im Jugendclub Bittkau haben sich neue und bereits im Projekt engagierte Jugendliche kennenlernen können. Bereits bei vorherigen Treffen wurde mit den Jugendlichen die Mobilitätsproblematik in der Einheitsgemeinde Tangerhütte erarbeitet. Bei diesem Treffen standen mögliche Lösungen der Probleme auf der Tagesordnung. Die Jugendlichen überlegten, was ihre Mobilitätsprobleme verbessern würde. Gewünscht wurde sich, dass der Busverkehr die Frequenz erhöht. Ebenso sollen die Busse auch in den Ferien fahren und die Busfahrkarten der Schulbusse sollen auch für mehr als eine Buslinie gültig sein.

In weiteren Treffen wird ein Mobilitätsworkshop vorbereitet, indem die Lösungsvorschläge einem offiziellen Publikum vorgetragen werden, wie z.B. Bürgermeister der Einheitsgemeinde Tangerhütte, Vetreter:innen des Landkreises Stendal und Vertreter:innen von Stendal Bus.

Wie kann ein Laie traumatisierten Kindern begegnen? Was brauchen junge Menschen, um traumatische Erfahrungen gut zu verarbeiten? Familienpatinnen und Familienpaten unterstützen Familien in herausfordernden Zeiten. Manchmal begegnen ihnen dabei auch Menschen, die traumatische Erfahrungen machen mussten. Eine fachlich fundierte Therapie von professioneller Seite ist die wichtigste Voraussetzung, um das gut zu verarbeiten. Ehrenamtliche Patinnen und Paten können vor, während und nach der Therapie wichtige Vermittler und Wegbegleiter sein. Manchmal braucht es einfach eine Person, die gut zuhören und sich auf die besondere Situation der Menschen einlassen kann. Patinnen und Paten liegt hier nicht nur aber insbesondere das Wohl von Kindern am Herzen. Deshalb freut sich das Patennetzwerk Dipl. Pädagoge Nils Fladerer zu diesem Thema am 15.11.2022 um 18.30 Uhr im Stadtteilbüro Stendal-Stadtsee in der Adolph-Menzel-Straße 18 begrüßen zu dürfen. Es wird einen Vortrag und auch Zeit zum Austausch geben. Die Teilnahme ist kostenlos. Weiter Informationen erhalten Sie unter susanne.becker@kinderstaerken-ev.de. Herzliche Einladung!

„Das herbstliche Wetter erinnert uns daran, den Kleiderschrank auf Vordermann zu bringen. Vor allem Familien müssen schauen: Was passt noch aus dem letzten Jahr? Was ist neu zu besorgen? Nicht alles muss neu gekauft werden und was nicht mehr passt, hat noch lange nicht ausgedient.“

Mit diesen Worten warb das Patennetzwerk Stendal für einen Kleiderbasar am Dienstag, den 18.10.2022 von 14 bis 18 Uhr im Stadtteilbüro und in der Kunstplatte in der Adolph-Menzel-Straße 18. Patinnen und Paten hatten dabei Familien mit einem geringen Budget, mit mehreren Kindern oder Familien, die mit wenig Gepäck ihre Heimat verlassen mussten, im Blick. Deshalb war ihr Anliegen, ein wohnortnahes Angebot für Herbst- und Winterkleidung zu schaffen.

Ehrenamtliches Engagement im Einsatz

Bereits am Montag, den 17.10.2022, trafen sich 8 Ehrenamtliche. Sie nahmen gut erhaltene Herbst- und Winter-Kleidung kostenlos entgegen. Mit viel Elan und Liebe zum Detail sortierten und arrangierten sie die Kleidung für Kinder, Damen und Herren. Eine kleine provisorische Umkleide wurde hergerichtet und kurzerhand ein Spiegel aus der Kunstplatte zweckentfremdet.

Schauen, stöbern, mitnehmen

4 Stunden lang herrschte am 18.10.2022 mal mehr, mal weniger Andrang. Es wurde auseinandergefaltet, Maß genommen und anprobiert. Zahlreiche Winterjacken, Hosen, Pullover und Schuhe fanden ein neues zu Hause. Das sorgte nicht nur für warme Hände und Füße, entlastet nicht nur Familienbudgets und die Umwelt. Mit jedem Teil, welches das Stadtteilbüro verließ, wurde auch eine große Portion Freude verschenkt.

„Ich möchte mich mal bedanken, das, was ihr da heute auf die Beine gestellt habt, war mega! Auch alle Leute von euch super nett und hilfsbereit! Einfach ein großes Dankeschön schön, dass es euch gibt ❤“ (Jana F.)

Mit diesen netten Worten meldete sich eine Besucherin des Kleiderbasars noch am selben Abend bei der Patenkoordination. Diese möchte den Dank weiterreichen an alle Spenderinnen und Spender, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer! Gemeinsam haben sie das alles möglich gemacht.

Holger Paech - der Kinder- und Jugendbeauftragte des Landes Sachsen-Anhalt war am 17. Oktober 2022 zu Besuch in Stendal und kam mit jungen Menschen und der Leiterin der Tagesgruppe des Paritätischen Frau Catrin Klajda ins Gespräch über Ideen und Wünsche, die er dem Land zurück spiegeln kann. Begleitet haben ihn Janine und Martin vom Verein KinderStärken e.V. - dieser setzt sich für die Verbesserung von Lebensbedingungen und Beteiligung von jungen Menschen und Familien ein. Martin Blasche arbeitet dort im Projekt Ombudschaftliche Beratung in der Kinder- und Jugendhilfe in Sachsen-Anhalt und Janine Kaminski in dem Projekt der Kinder- und Jugendinteressenvertretung der Hansestadt Stendal. Sie wurden von John und Felina aus der Tagesgruppe durch die Räumlichkeiten geführt und erhielten einen umfassenden Blick über deren Alltag in der Tagesgruppe.

Der Ansatz der Einrichtung „Alle sind gleich viel wert“ begleitete immer wieder durch das Gespräch. Von großer Bedeutung sind die Themen Kinderrechte und Mitbestimmung, mit denen sich die Kinder identifizieren und offener mit Angeboten umgehen, die sie selbstständig mitgestaltet haben.

Herr Paech nahm sich folgende Ideen aus dem Austausch mit:

  • Beantragung von Bildung und Teilhabe soll unbürokratischer gestaltet werden
  • mehr Mittel für die Jugendarbeit, die Tagesgruppe und die Familienhilfe
  • kostenloses Schulessen für alle, ohne einen Antrag zu stellen
  • Verbesserung des Schulsystems.

Am Ende gab es als Dankeschön einen Beutel der Interessenvertretung mit ein paar Überraschungen drin und ein offenes Ohr bei weiteren Anliegen und Themen auf kommunaler, landkreis- und landesweiter Ebene.