Im Sommer 2018 hat das KiWin-Team bereits die Hälfte der Projektlaufzeit erreicht und geht von der dritten in die vierte Projektphase über:
I) In der ersten Phase wurde der Projektantrag geschrieben.
II) Mit der zweiten Phase startete das Projekt: Über das erste Jahr hinweg besuchten Denise Mikoleit und Romy Schulze mehrmals wöchentlich die vier Projektkitas und protokollierten ihre Beobachtungen. Ihre Eindrücke teilten sie in ersten Auswertungs-gesprächen mit den Fachkräften und Eltern.
III) Die dritte Phase konzentrierte sich ganz auf die Auswertung der Daten: Im zweiten Projektjahr reduzierte das Team daher die Präsenz auf jeweils einen Beobachtungstag pro Kita im Monat. Da die Daten viel umfangreicher sind als erwartet, dauerte die Aus-wertung dementsprechend länger. Mit der Systematisierung der Auswertungsergeb-nisse kann nun aber auch diese Phase abgeschlossen werden.
IV) Mit Beginn der vierten Phase wird das KiWin-Team wieder in einen intensiveren Aus-tausch mit den vier Projektkitas treten: Die Auswertungsergebnisse werden vorge-stellt, um dann gemeinsam zu planen, an welchen Themen die Fachkräfte und Kinder mit dem Projektteam weiterarbeiten möchten.
V) In der finalen fünften Phase können dann Veränderungen im Kitaalltag ausprobiert werden, die das KiWin-Team weiter begleiten und dokumentieren möchte. Die empiri-schen und methodischen Ergebnisse und Erkenntnisse werden dann in einer Ab-schlusspublikation zusammengefasst und veröffentlicht.
Das KiWin-Team ist gespannt, wie es in der zweiten Halbzeit weitergeht, und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit den Kindern, Fachkräften und Eltern!

Nachdem die Erkenntnisse der ersten Erhebungsphase für Kitas individuell ausgewertet und zunächst im Projektteam diskutiert wurden, gilt es nun, die Auswertungsergebnisse mit den Kindern und Fachkräften zu besprechen. Ziel ist es, gemeinsam gute Ansätze in der Praxis zu festigen und Handlungspotenziale auszuschöpfen. Methodisches Vorgehen ist hier gefragt:

- Wie können die Forschungserkenntnisse gut mit Fachkräften und Kindern diskutiert werden? (Erkenntnisdiskussion)
- Wo und wie kann methodisch-didaktisch in der Praxis angesetzt werden? (Methodenerprobung)
- Welche Ansätze und Methoden sind gewinnbringend für einen bewussten und wertschätzenden Umgang mit Vielfalt im Kita-Alltag? (Methodenreflexion)

Eben diese Fragen werden in Dialogrunden diskutiert, in denen die unterschiedlichen Expertisen der Kinder, Fachkräfte und Projektmitarbeitenden den größten Gewinn aus Projektsicht darstellen.

Und das Methodenhandbuch? – Daran arbeitet das KiWin-Team fleißig weiter. Ein bisschen Spannung darf hier aber noch sein.

Seit mehr als einem Jahr arbeitet das KiWin-Team mit einem interdisziplinären Projektbeirat mit Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, Expert*innen aus Vereinen und Verbänden sowie Trägervertreter*innen und Akteur*innen des Aus-, Fort- und Weiterbildungssektors zusammen. Halbjährlich trifft sich der Beirat, um das Projekt inhaltlich zu diskutieren und fachlich zu begleiten.

Schwerpunktthema des dritten Beiratstreffens am 18.5.2018 war die Diskussion von Strategien zur Streuung von Projekterkenntnissen in den Bereich der schulischen und außerschulischen Aus-, Fort- und Weiterbildung für (angehende) Fachkräfte der Elementarpädagogik. Normen Girmann, Bereichsleiter Bildung im Bodelschwingh-Haus Wolmirstedt, referierte in diesem Zusammenhang als Experte für den Bereich der fachschulischen Ausbildung staatlich anerkannter Erzieher*innen. Auf dieser Grundlage diskutierten der Beirat und das KiWin-Team Anknüpfungspunkte für einen erfolgreichen Transfer von Projekterkenntnissen in dieses Feld, den das KiWin-Team im weiteren Projektverlauf stärker in den Fokus nehmen möchte.

Auf zwei überaus gelungene Veranstaltungen blickt das KiWin-Team im Sommer 2018 zurück: Am 29. & 30.6.2018 richtete das Team eine Fachtagung zu „Vorurteilen und Diskriminierung in der Kindheit – Kindliche Handlungsfähigkeit in intersektionalen Machtverhältnissen“ auf dem Stendaler Campus aus. Wissenschaftler*innen aus Großbritannien, der Türkei und Deutschland präsentierten und diskutierten Ansätze und Fragen der Kindheitsforschung und gaben dem Projekt Impulse zu Möglichkeiten praxisrelevanter Forschung im Handlungsfeld frühe Bildung. Damit wurde die Basis für weitere Zusammenarbeiten gelegt.

Am 23.8.2018 stellte Nuran Ayten auf dem Stendaler Campus den Ansatz der „Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung®“ als inklusives Praxiskonzept der Fachstelle Kinderwelten theoretisch und praktisch vor. Erzieher*innen, Student*innen, Trägervertreter*innen und Fachberater*innen diskutierten die Bedeutung und Implementierung des Inklusionsansatzes in der Praxis. Ebenso bedeutsam war der Austausch über Anforderungen in der Praxis und die Reflexion der eigenen Haltung. Aufgrund der positiven Resonanz und vielfachen Wunsch wird die Veranstaltung am 7.12.2018 wiederholt.

Zuvor steht am 17.9.2018 jedoch erst einmal das Thema „Inklusion als Leitungsaufgabe“ auf dem Weiterbildungsprogramm. Diese ebenfalls kostenlose Fortbildung richtet sich speziell an im Elementarbereich tätige Leitungskräfte sowie Trägervertreter*innen und Fachberater*innen.

Für beide Fortbildungen nimmt Denise Mikoleit Rückfragen und Anmeldungen entgegen.

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