Auftakt für mehr Jugendfreundlichkeit im südlichen Sachsen-Anhalt

Die Servicestelle Jugend und Strukturwandel im südlichen Sachsen-Anhalt nimmt zunehmend Gestalt an. Erste Kommunen des Mitteldeutschen Kohlereviers haben bereits Beratungsangebote in Anspruch genommen, um gemeinsam mit jungen Menschen Wege für eine jugendfreundlichere Region zu finden. Das Interesse wächst spürbar: Immer mehr Städte und Gemeinden erkennen, dass Jugendfreundlichkeit ein entscheidender Faktor ist, um Zukunft vor Ort zu gestalten und junge Menschen an ihre Region zu binden.

Ein wichtiger Meilenstein war der Workshop am 27. August 2025, an dem viele Teilnehmende aus Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft zusammenkamen. Im Mittelpunkt standen die Fragen: Wie können junge Menschen den Strukturwandel aktiv mitgestalten? Und wie schaffen wir dabei echte Jugendfreundlichkeit in unseren Kommunen? Die zentralen Ergebnisse sind: Jugendfreundlichkeit ist kein Randthema, sondern Querschnittsaufgabe. Jugendbeteiligung ist ein Recht, muss ernst gemeint, niedrigschwellig und alltagsnah sein. Junge Menschen bringen unverzichtbare Sichtweisen ein und bereichern kommunale Entscheidungen. Kommunen profitieren von frischen Ideen und einer stärkeren Bindung der Jugend an die Region. Jugendfreundlichkeit wird damit zum Standortfaktor.

Die Servicestelle wird diesen Weg in den kommenden Monaten intensiv weiter begleiten, mit Beratungen, Vernetzung und praxisnahen Impulsen für Kommunen, die den Strukturwandel als Chance für mehr Mitbestimmung und Teilhabe nutzen wollen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auch auf den intensiven Gesprächen mit jungen Menschen selbst: Ihre Erfahrungen, Wünsche und Ideen werden systematisch aufgenommen und in die kommunalen Entwicklungsprozesse eingespeist. Ziel ist es, Jugendfreundlichkeit dauerhaft zu verankern und gemeinsam eine Region zu gestalten, die jungen Menschen echte Zukunftsperspektiven bietet.